Den Sprung von der Finanzkrise zur Wirtschaftskrise haben wir schon hinter uns. Nun greift die Globalisierungskrise um sich. In ist, was lokalen Ursprung hat, so scheint es. Schließlich gilt es, die heimische Wirtschaft zu stützen. Der Protektionismus, der laut einem Bericht von Wirtschaftswoche Online die Krise noch verstärkt, ist en Vogue. Und das schlägt sich nun auch in der Werbung nieder.
Zu sehen ist dieser Effekt derzeit bei den Kampagnen von Pfanni und McDonald´s: “Pfanni -Kartoffeln kommen zu 100% aus Deutschland.”, prangt es von Anzeigen und in TV-Spots. Und auch McDonald´s legt Wert auf die heimische Herkunft der Zutaten für seine Fritten. Im Spot ist ein Qualitäts-Scout zu Gast bei einem Kartoffel-Produzenten (mit besonders großen Exemplaren), irgendwo auf einer deutschen Kartoffel-Anbaufläche.
Ob genau deshalb der Welthandel zum erliegen kommt, sei mal dahin gestellt. Einen langjährigen Trend haben die beiden Unternehmen damit jedoch aufgegriffen: Laut dem inzwischen anscheinend inaktiven Kartoffel-Blog Toffi.net ist der Verbrauch der in Fertigprodukten verarbeiteten Kartoffeln inzwischen höher als der von frischen Knollen. Und das, obwohl einen das Fernsehen täglich mit einer Flut von Kochformaten foltert, um der angeblichen Kochsucht der Deutschen einen medialen Rahmen zu verpassen. Stimmt alles gar nicht. Kochen ist out. Fertig ist in. Das erledigen Pfanni und McDonald´s für uns.
Wer jetzt ob dieser neuen Erkenntnis just einen Gegentrend begründen und mit dem Anbau eigener Kartoffeln beginnen will, sei auf den Online-Shop des Landwirtschaftsmeisters Gerhard Wacha hingewiesen.



